Stromversorgung

Druck- und Temperaturmessung für eine zuverlässige Energieinfrastruktur

Rechenzentren benötigen rund um die Uhr eine zuverlässige Stromversorgung. Server, Netzwerktechnik, Speichersysteme und Kühleinrichtungen müssen kontinuierlich mit Energie versorgt werden. Bereits kurze Unterbrechungen können dazu führen, dass IT-Systeme ausfallen oder Anwendungen nicht mehr erreichbar sind. Deshalb besteht die Stromversorgung eines modernen Rechenzentrums nicht nur aus einem einfachen Netzanschluss. Sie ist als mehrstufiges System aufgebaut, das elektrische Energie verteilt, überwacht und bei einem Ausfall der öffentlichen Versorgung absichert.

Zur Power Infrastructure eines Rechenzentrums gehören unter anderem Transformatoren, Schaltanlagen, unterbrechungsfreie Stromversorgungen, Stromverteilungseinheiten, Sammelschienensysteme sowie automatische Umschalteinrichtungen. Ergänzt wird diese Infrastruktur häufig durch Notstromaggregate und Energiespeicher, die bei einem Netzausfall einspringen.

Damit diese Systeme zuverlässig funktionieren, müssen unterschiedliche Betriebsgrößen überwacht werden. Neben elektrischen Messwerten wie Strom und Spannung spielen auch Temperatur und Druck eine wichtige Rolle.

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Sensorsysteme für Stromversorgung

H2-Drucksensor HPS

Für Hochdruckanwendungen und Tanksysteme

Unser Hochdrucksensor HPS wurde speziell für den Einsatz im Medium Wasserstoff (H2) entwickelt und kommt in Füllstationen oder Hochdrucktanks sowie in der Mess- und Prüftechnik zum Einsatz.

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Drucksensor IPS

Für harte Einsatzbedingungen

Der Drucksensor IPS kommt in industriellen Applikationen und Rechenzentren zum Einsatz, bei denen hohe Anforderungen an Robustheit und Medienkompatibilität gestellt werden. Bei rauen Einsatzbedingungen, grobem Handling und hohen Vibrationen erweist sich der IPS als zuverlässiger Partner und liefert präzise und stabile Messdaten über den gesamten Lebenszyklus.

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Bedeutung einer zuverlässigen Stromversorgung im Rechenzentrum

Ein Rechenzentrum verarbeitet kontinuierlich Daten. Viele Dienste müssen 24 Stunden am Tag und sieben Tage pro Woche verfügbar sein.

Dazu gehören beispielsweise Cloud-Anwendungen, Unternehmenssoftware, Webservices, Datenbanken, Kommunikationssysteme, künstliche Intelligenz, Produktionssysteme und digitale Plattformen.

Fällt die Stromversorgung aus, können diese Systeme innerhalb kürzester Zeit nicht mehr verfügbar sein. Deshalb verfügen Rechenzentren in der Regel über mehrere Ebenen zur Absicherung der Energieversorgung. Bei einem Ausfall der öffentlichen Stromversorgung muss die Energieversorgung möglichst unterbrechungsfrei auf diese Systeme umgeschaltet werden.

Funktionsweise der Stromversorgung im Rechenzentrum

Der genaue Aufbau unterscheidet sich je nach Größe und Sicherheitsanforderung. Grundsätzlich durchläuft die elektrische Energie jedoch mehrere Stationen. Zunächst gelangt der Strom über den Netzanschluss zum Rechenzentrum. Transformatoren passen die Spannung an die benötigten Ebenen an. Anschließend verteilen Schaltanlagen die Energie auf unterschiedliche Bereiche.

Unterbrechungsfreie Stromversorgungen überbrücken kurze Störungen und die Zeit, die beispielsweise ein Notstromgenerator zum Starten benötigt. Von dort gelangt der Strom über Stromverteiler und Sammelschienensysteme bis zu den einzelnen Server-Racks. Innerhalb des Racks übernehmen sogenannte Power Distribution Units die weitere Verteilung an die einzelnen Server.

Absicherung der Stromversorgung durch USV und Energieerzeuger

Bei einem Ausfall der öffentlichen Netzversorgung muss die Energieversorgung eines Rechenzentrums möglichst ohne Unterbrechung aufrechterhalten werden. Eine USV oder UPS kann kurze Ausfälle überbrücken, häufig mithilfe von Batteriespeichern. Für eine längerfristige Versorgung kommen zusätzlich Energieerzeuger wie Diesel- oder Gasgeneratoren sowie Brennstoffzellensysteme zum Einsatz. Hier spielen Druck- und Temperaturmessungen eine wichtige Rolle – beispielsweise zur Überwachung des Öldrucks in Verbrennungsmotoren oder des Wasserstoffdrucks in Brennstoffzellensystemen.

Mit Sensorlösungen wie VSP, IPS und HPS bietet i2s passende Drucksensoren für unterschiedliche Medien und Einsatzbedingungen.

Temperaturüberwachung in der Stromversorgung

Transformatoren, Leistungselektronik, Batterien, Stromschienen, Netzteile und Schaltanlagen können sich während des Betriebs erwärmen. Eine bestimmte Erwärmung ist normal. Zu hohe Temperaturen können jedoch auf eine starke Belastung, unzureichende Kühlung oder einen technischen Fehler hinweisen.

Temperaturmessungen können deshalb dazu beitragen:

  • ungewöhnliche Erwärmung zu erkennen
  • Kühlsysteme zu überwachen
  • thermische Belastungen zu erfassen
  • Komponenten vor Übertemperatur zu schützen
  • Wartungsbedarf frühzeitig zu erkennen

Kühlung der Leistungselektronik

Leistungselektronische Systeme können erhebliche Wärmemengen erzeugen. Je nach Leistung und Aufbau werden diese Systeme mit Luft oder Flüssigkeit gekühlt. Bei Flüssigkeitskühlsystemen können Druck- und Temperatursensoren wichtige Informationen über den Zustand des Kühlmediums liefern. Temperatursensoren erfassen dabei, wie warm das Kühlmedium ist. Drucksensoren können überwachen, ob der erforderliche Betriebsdruck vorhanden ist und ob sich die Strömungsbedingungen verändern.

Transformatoren und Schaltanlagen

Transformatoren passen die elektrische Spannung an verschiedene Bereiche des Rechenzentrums an. Dabei entsteht Wärme. Je nach Größe und Bauart können Transformatoren luft- oder flüssigkeitsgekühlt sein.

Bei flüssigkeitsgefüllten Transformatoren können beispielsweise Temperatur und Zustand des Isolier- beziehungsweise Kühlmediums wichtige Betriebsinformationen liefern. Schaltanlagen verteilen und schalten elektrische Energie. Auch hier können hohe Ströme zu einer Erwärmung von Leitern, Kontakten und Anschlusspunkten führen. Die Temperaturüberwachung kann helfen, ungewöhnlich warme Bereiche frühzeitig zu erkennen.

Für direkte Messungen an elektrischen Leitern werden speziell dafür ausgelegte Temperatur- oder Infrarotsensoren eingesetzt. i2s konzentriert sich dagegen vor allem auf Sensorik für die dazugehörigen fluidischen und thermischen Systeme.

Power Distribution Units (PDU)

Power Distribution Units, kurz PDU, übernehmen die Verteilung der elektrischen Energie innerhalb des Rechenzentrums. Je nach Ausführung kommen sie auf Raumebene oder direkt im Server-Rack zum Einsatz. Dort versorgen sie die einzelnen IT-Komponenten mit Strom und können zusätzlich wichtige Überwachungs- und Steuerungsfunktionen übernehmen.

Moderne Rack-PDUs ermöglichen beispielsweise:

  • Überwachung des Stromverbrauchs
  • Messung einzelner Anschlüsse
  • Remote-Schaltung
  • Überlastwarnungen
  • Netzwerkkommunikation
  • Temperaturüberwachung

Damit sind PDUs ein wichtiger Bestandteil der Energieverteilung und unterstützen die Überwachung der Stromversorgung bis auf Rack-Ebene.

Automatic Transfer Switch (ATS)

Ein Automatic Transfer Switch, kurz ATS, übernimmt die automatische Umschaltung zwischen verschiedenen Energiequellen. Er überwacht die reguläre Netzversorgung und kann bei einem Ausfall beispielsweise auf einen Notstromgenerator umschalten.

Dadurch lässt sich die Stromversorgung des Rechenzentrums auch bei einer vorübergehenden Störung des öffentlichen Netzes aufrechterhalten. Der ATS ist damit ein wichtiger Bestandteil einer redundanten und ausfallsicheren Energieversorgung.

Notstromgeneratoren als Teil der Stromversorgung

Notstromgeneratoren bilden eine wichtige Absicherung für länger andauernde Stromausfälle. In Rechenzentren werden dafür häufig stationäre Generatoranlagen eingesetzt.

Ein Generator besteht nicht nur aus dem elektrischen Generator selbst. Ein sogenanntes Genset umfasst typischerweise einen Verbrennungsmotor, Generator, Kühlung, Kraftstoffversorgung, Schmierung, Abgassystem und Steuerung. Damit entsteht ein Bereich, in dem Druck- und Temperaturmessungen besonders relevant werden.

Anforderungen an Sensoren in der Stromversorgungsinfrastruktur

Sensoren innerhalb eines Rechenzentrums müssen zuverlässig über lange Zeiträume funktionieren. Bei Notstromaggregaten kommen zusätzliche Herausforderungen hinzu.

Dazu gehören:

  • Vibrationen
  • hohe Umgebungstemperaturen
  • Öl und Kraftstoff
  • wechselnde Betriebszustände
  • Druckspitzen
  • lange Stillstandszeiten
  • kurzfristige Volllast

Die Auswahl eines Sensors sollte deshalb nicht allein anhand des Messbereichs erfolgen.

Medienverträglichkeit
Ein Druck- oder Temperatursensor kann direkt mit dem jeweiligen Medium in Kontakt stehen. Alle medienberührenden Materialien müssen deshalb dafür geeignet sein. Je nach Anwendung kann es sich beispielsweise handeln um:

Motoröl, Getriebeöl, Kühlmittel, Wasser-Glykol-Gemische, Luft, Stickstoff, Kältemittel, Wasserstoff.

Robustheit und Vibrationsfestigkeit
Ein laufender Verbrennungsmotor erzeugt Vibrationen. Sensoren, die direkt am Motor oder an angrenzenden Komponenten montiert werden, müssen diesen mechanischen Belastungen standhalten.

Messbereich und Genauigkeit
Der benötigte Messbereich hängt stark von der Anwendung ab. Ein Motorölkreislauf arbeitet unter anderen Bedingungen als ein Kühlsystem oder eine Wasserstoffversorgung. Der Sensor sollte deshalb auf den normalen Arbeitsbereich und mögliche Druckspitzen abgestimmt werden. Auch die notwendige Genauigkeit hängt von der Messaufgabe ab. Eine reine Grenzwertüberwachung stellt andere Anforderungen als eine präzise Regelung.

Schnelle Reaktionszeit
Bei bestimmten Anwendungen ist eine schnelle Reaktion wichtig. Steigt beispielsweise die Kühlmitteltemperatur eines Motors oder der Leistungselektronik schnell an, sollte die Steuerung diese Veränderung möglichst früh erkennen.

Langzeitstabilität
Energieversorgungssysteme eines Rechenzentrums sind auf lange Betriebszeiten ausgelegt. Auch ein Notstromaggregat muss über viele Jahre hinweg zuverlässig einsatzbereit bleiben. Sensoren sollten deshalb über ihre Lebensdauer stabile Messwerte liefern. Dies ist besonders wichtig, wenn Messdaten zusätzlich für langfristige Zustandsanalysen verwendet werden.

Sensorik für vorausschauende Wartung

Messwerte können nicht nur für die unmittelbare Steuerung genutzt werden. Werden Druck- und Temperaturwerte kontinuierlich gespeichert, lassen sich Veränderungen über längere Zeiträume beobachten.

Beispiele sind:

  • langsam sinkender Öldruck
  • steigende Kühlmitteltemperaturen
  • zunehmende Druckverluste
  • veränderte Temperaturverläufe
  • ungewöhnliche Druckschwankungen

Solche Veränderungen können Hinweise auf Verschleiß oder Wartungsbedarf liefern. Dadurch lässt sich ein Teil der Wartung stärker am tatsächlichen Zustand der Anlage orientieren.

Redundanz in der Stromversorgung

Rechenzentren verwenden häufig redundante Systeme. Das bedeutet, dass wichtige Komponenten mehrfach vorhanden sind. Fällt beispielsweise eine Stromversorgungseinheit aus, kann eine zweite Einheit übernehmen. Dieses Prinzip kann auf unterschiedliche Ebenen angewendet werden:

  • mehrere Netzanschlüsse
  • mehrere Transformatoren
  • redundante USV-Systeme
  • mehrere Strompfade
  • mehrere Notstromgeneratoren
  • redundante Kühlung

Sensoren helfen dabei, den Zustand der einzelnen Systeme zu überwachen. Dadurch lässt sich nicht nur erkennen, ob ein System vollständig ausgefallen ist, sondern auch, ob sich sein Betriebszustand langsam verändert.

Häufig gestellte Fragen

Wie wird ein Rechenzentrum mit Strom versorgt?

Ein Rechenzentrum erhält seine Energie normalerweise aus dem öffentlichen Stromnetz. Transformatoren, Schaltanlagen, USV-Systeme und Stromverteilungen leiten die Energie anschließend bis zu den Server-Racks weiter. Zusätzliche Notstromsysteme sichern die Versorgung bei einem Netzausfall ab.

Was passiert bei einem Stromausfall im Rechenzentrum?

Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung übernimmt zunächst die Versorgung der IT-Systeme. Gleichzeitig können Notstromgeneratoren gestartet werden. Sobald sie betriebsbereit sind, wird die Last auf die Generatorversorgung umgeschaltet.

Was ist eine USV?

Eine USV beziehungsweise UPS ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Sie kann Stromausfälle kurzfristig überbrücken und ermöglicht beispielsweise den unterbrechungsfreien Übergang zur Notstromversorgung.

Was ist eine PDU im Rechenzentrum?

Eine Power Distribution Unit verteilt elektrische Energie an Server, Netzwerkgeräte oder ganze Rack-Bereiche. Rack-PDUs befinden sich unmittelbar im Serverschrank.

Was ist ein ATS?

Ein Automatic Transfer Switch überwacht die Stromversorgung und schaltet bei einem Netzausfall automatisch auf eine alternative Energiequelle wie einen Notstromgenerator um.

Warum benötigen Rechenzentren Notstromgeneratoren?

Batterien einer USV können einen Stromausfall nur für eine begrenzte Zeit überbrücken. Bei längeren Ausfällen können Generatoren die Stromversorgung übernehmen.

Welche Sensoren werden bei einem Notstromgenerator benötigt?

Je nach Generator können unter anderem Druck-, Temperatur-, Füllstands-, Vibrations- und Gassensoren eingesetzt werden. Typische Messgrößen sind Öldruck, Kühlmitteltemperatur, Kraftstoffzustand und Motortemperatur.

Warum wird der Öldruck eines Generators überwacht?

Der Motor benötigt Schmieröl. Ein zu geringer Öldruck kann auf Probleme innerhalb des Schmierkreislaufs hinweisen und den sicheren Motorbetrieb gefährden.

Warum wird die Kühlmitteltemperatur überwacht?

Der Motor erzeugt während des Betriebs Wärme. Die Kühlmitteltemperatur zeigt, ob die Wärme zuverlässig abgeführt wird. Steigt sie ungewöhnlich stark an, kann dies auf eine Störung im Kühlsystem hinweisen.

Welche Anforderungen müssen Sensoren in Energieanlagen erfüllen?

Abhängig von der Anwendung sind unter anderem Medienverträglichkeit, Druck- und Temperaturbereich, Genauigkeit, Reaktionszeit, Vibrationsfestigkeit, Langzeitstabilität und die elektrische Schnittstelle relevant.

Können Sensoren bei der vorausschauenden Wartung helfen?

Ja. Werden Messwerte über längere Zeit beobachtet, können Veränderungen wie sinkender Öldruck oder steigende Kühlmitteltemperaturen Hinweise auf einen Wartungsbedarf liefern.

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